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Çağlar Doğan
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Disziplin

Werbefilm & Visuelle Erzählung

Regie · Produktion · Kinematografie

Werbefilm ist für mich nicht die Arbeit, eine einzelne Szene auf die Leinwand zu bringen, sondern den Charakter einer Marke. Markenfilme, Kampagnen-Launches, Hotel- und Schmuckwerbung, redaktionelle Motion-Stücke, alles läuft durch dieselbe Disziplin.

Ich arbeite als Solo-Filmmaker. Das heißt, ich arbeite mit kleinen, richtig dimensionierten Teams. Ich stehe an der Spitze des Sets, hinter der Kamera, am Color-Desk. Ich verkürze die Entscheidungskette und lasse Projekte nicht abdriften.

Ich drehe mit Sony FX30 und FX3. Tilta-Rig, V-Mount-Stromsystem, Atomos-Recorder, Sigma-Art-Objektive. Mit demselben Equipment-Portfolio halte ich Jobs unterschiedlichen Budgets auf demselben Niveau.

In der Kinematografie flirte ich nicht mit natürlichem Licht. Ich baue das Licht. Mein Setlicht kommt mit der Zhiyun-Molus-Familie und dem Godox AD300 Pro. Ich beginne nicht, wenn ich sehe, was ich suche, sondern wenn ich es weiß.

Das Farbmanagement läuft über ARRI LogC. Das Color-Grading mache ich selbst in DaVinci Resolve. Meine visuelle Sprache baut auf hartem Kontrast, reichem Schatten und Ehrlichkeit im Hautton auf.

Vor dem Dreh zeichne ich kein Storyboard, das Bild finde ich auf dem Set. Das Marken-Briefing nutze ich nicht als Gefängnis, sondern als Trampolin. Daraus entsteht ein anderer Film.

Nebenbei gibt es eine Selbstporträt-Serie, die ich Late Night Series nenne. Kurzfilme, die mit der Nacht arbeiten, die Biografie in der Sprache der Spannung neu schreiben. Nicht kommerziell, aber das Labor der Disziplin.