Rebellischer Luxus: Das Manifest einer Agentur
Rebellischer Luxus: das Manifest einer Agentur. Über Arbeit, die keinen Trends nachjagt, Charakter trägt und ihre eigene Sprache baut. Das Gewöhnliche ist vergänglich, das Rebellische bleibt.
Rebellischer Luxus ist kein Slogan. Es ist eine Lebensphilosophie.
Mit 15 war ich das. Mit 43 bin ich es immer noch. Es ist kein nachträglich formulierter Markenname. Es ist die Philosophie, auf der die Marke um mich herum gebaut wurde. Bei der Gründung von El Chedo Production suchte ich kein Wort. Ich benannte einfach das, was ohnehin schon in mir stand.
Heute sagen alle "minimalistisch". Heute sagen alle "premium". Heute sagen alle "Luxus".
Alles kommt aus derselben Pastellpalette. Dieselbe Sans-Serif-Überschrift. Dieselbe Apple-Keynote-Ästhetik. Derselbe 5-Prozent-graue Hintergrund. Dasselbe weiche Licht. Dieselbe Schablone, die kein Risiko eingeht, niemanden stört und auf jede Marke geklebt werden kann.
Pastell ist den Feiglingen überlassen. Es ist kein Luxus, es ist die Imitation von Luxus.
Luxus ist nicht still und nicht gedankenlos. Luxus ist Arbeit, die selbstbewusst ist, ihre eigene Sprache kennt und keine Imitation braucht. Der Name dafür ist bei mir Rebellischer Luxus.
Rebellischer Luxus ist nicht steril. Nicht pastell. Nicht die moderne Version eines Trends. Nicht weichgespült.
Rebellischer Luxus ist Arbeit, die Charakter trägt. Die Risiko eingeht. Die ihre eigene Sprache baut. Es ist Obsidian, es ist Chrom, es gibt Härte. Aber es gibt auch Gefühl. Denn ich bin zugleich Ingenieur und Künstler. Mit 7 lernte ich einen Commodore 64 kennen, seit 17 Jahren lebe ich mit der Kamera. Ich kenne die Ausrüstung, ich kenne das Licht, ich kenne den Code. Aber vor allem kenne ich den Charakter.
Unter einem Bild liegt Mathematik, darüber Gefühl. Ohne beides gibt es keine Arbeit. Arbeit mit nur einer Seite verfault.
Rebellischer Luxus ist kein Ton, sondern ein Filter. Diese vier Sätze bestimmen, mit wem ich arbeite und mit wem nicht.
Ich genehmige ein Briefing nicht über WhatsApp. Das Budget bespreche ich von Angesicht zu Angesicht. Wenn eine Arbeit ernst ist, wird sie am Tisch besprochen. Arbeit, die über einen WhatsApp-Screenshot läuft, ist keine Arbeit, sondern Zeitverschwendung.
Ich arbeite nicht mit Kunden ohne Marken-Guideline, wir bauen ihn auf. Die meisten Kunden haben keinen Marken-Guideline. Das kommt uns entgegen, denn wir bauen die Marke gemeinsam auf. Eine gemeinsam gebaute Marke kommt viel weiter. Aber ich arbeite auch nicht mit Kunden, die auf einem unsinnigen Guideline beharren. Ich habe einen Stil, ich gehe keine Kompromisse ein.
Ich fotografiere keine Hochzeiten, aber ich drehe die Doku eines glücklichen Tages. Ich bin nicht generisch. Ich bin keine Schablone. Aber ich respektiere die Kunst, den Moment zu dokumentieren. Für den richtigen Kunden gibt es immer das richtige Produkt.
Wenn ein Rabatt verlangt wird, hat die Arbeit nicht begonnen. Aber jede meiner Ausgaben ist transparent, bis zu meiner Gewinnmarge. Ich jage nicht dem Geld nach. Ich jage der Arbeit nach. Ich lege dem Kunden meine Ausgaben offen, ich nenne meinen Gewinn, ich habe nichts zu verbergen. Aber ich setze mich nicht an den Verhandlungstisch, bevor die Arbeit begonnen hat. Denn bevor über Geld gesprochen wird, gibt es eine andere Frage. Was für einen Charakter werden wir erschaffen?
Das ist das Wichtigste.
Rebellischer Luxus ist auch das Eingeständnis, dass ich verwöhnt bin. Ich verberge es nicht. Denn Verwöhntheit ist hier eine Haltung, der Name einer Qualität. Das Gewöhnliche gleicht der Herde. Das Rebellische kennt seine eigene Stimme.
Das Gewöhnliche vergeht. Das Rebellische bleibt.